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Neues von der Ausbildung im VDST 2004

Ein Bericht von Wolfgang Suckrau

In den vergangenen Jahren hat es, vor allem auf französische Initiative, in der Europäischen Union eine Normentwickelung gegeben, die in der EN 14153 und in der EN 14413 endete. Der Grund dieser neuen EN ist eine Vereinheitlichung der Ausbildung und der Standards in der EU.

Herausgekommen ist dabei eine Einteilung der Sporttaucher in:

  • EN 14153-1 Beaufsichtigter Taucher
  • EN 14153-2 Selbständiger Taucher
  • EN 14153-3 Tauchgruppenleiter

Dem Mitglied im VDST ist auf Anhieb noch nicht ersichtlich, in welche Gruppe unsere derzeitigen Basic-Diver, die Bronze-Taucher, die Silber-Taucher und die Gold-Taucher eingegliedert werden. Auf der unten stehenden VDST-Grafik kann man sehen, dass es da zu Überschneidungen kommt. Interessant sind aber andere Details der neuen Norm. So wird zum Beispiel nicht mehr prinzipiell ein tauchsportärztliches Zeugnis verlangt. Interessant auch die Definition des Atemgases "Gemisch aus Stickstoff und Sauerstoff mit mindestens 20%", also auch Nitrox für Tauchbeginner. Die maximalen Tiefen sind beim beaufsichtigten Taucher 12 Meter, beim selbstständigen Taucher 20 Meter und beim Tauchgruppenleiter ist das nicht genau festgelegt, es heisst: Er muss Tieftauchgänge, "auch jenseits der typischen Bereiche des Freizeittauchens", planen und durchführen können.

Wenn es um den Tauchguppenleiter gemäß EN 14153-3 geht, so fällt in der VDST-Grafik auf, dass es da noch eine Steigerung gibt, den VDST-CMAS-Taucher**** Ich hatte auf der Boot 2004 die Gelegenheit mit unserem VDST-Ausbildungsleiter Theo Konken darüber zu sprechen und den Sinn der Neueinführung zu erfahren, denn einen Goldtaucher mit 4 Sternen hat es ja schon mal gegeben. Theo begründet die Einführung wie folgt: Die bisherige Sterneregel von 1 bis 3 Sternen innerhalb der CMAS-Germany bleibt (vorerst)bestehen. Der VDST hat mit der Einführung des 4-Sternetauchers den Vereinen die Möglichkeit geschaffen, verdiente 3-Sterntaucher, welche sich in Hilfe bei der Ausbildung, Hilfe beim Vereinstraining sowie bei der Organisation von Vereinsfahrten ausgezeichnet haben, mit einem Antrag an die Bundesausbildungsleitung und deren Genehmigung auszeichnen zu lassen.

Grosse Änderungen hat es auch im Bereich des neuen "Technisches Tauchen im VDST" gegeben. Auf der letzten Bundestagung wurden diese Änderungen vorgestellt.

Auf der VDST-Grafik zeigt sich der neue Weg ins technische Tauchen. Neben dem schon bisher ausgebildeten Nitrox*+**, oder auch Nitrox-Bronze und Nitrox-Silber sind neu hinzugekommen das DTSA Triox, sowie das DTSA Trimix* + **. Der Bewerber für Triox soll im Umgang mit verschiedenen Trimix-Gemischen bei mindestens 21% Sauerstaff und max. 40 Meter Tiefe unterwiesen werden. Der Bewerber für Trimix* soll im Umgang mit verschiedene Trimix-Gemischen bei mindestens 18% Sauerstoff und max. 60 Meter Tiefe unterwiesen werden. Der Bewerber für Trimix** soll im Umgang mit verschiedenen Trimix-Gemischen bei mindestens 12% Sauerstoff und max. 90 Meter Tiefe unterwiesen werden.

Interessierte Anwärter müssen sich aber bis 2005 gedulden, da in 2004 erst die Trimix-Tauchlehrerausbildung durchgeführt werden muss.

Veränderungen in der DTSA-Ausbildung

Wie schon auf der Eingangsseite erwähnt, gibt es EU-weite Veränderungen in der Tauchausbildung, aber auch der VDST hat seit dem 1.1.2004 eine Fülle von Veränderungen in seiner Ausbildung durchgeführt. In der obenstehenden Grafik sieht man die neu erstellten Ordnungen. Ganz besonders interessieren hier natürlich die Veränderungen in der DTSA-Ordnung, also Änderungen, die die Voraussetzungen und Durchführungen von DTSA-Abnahmen regeln.

z.B. DTSA Basic

Hier bietet sich dem Tauchverein durch schon bei Jugendlichen durchzuführenden Freigewässertauchgängen eine gute Möglichkeit die 12-jährigen Vereinsmitglieder an das richtige Tauchen heranzuführen. Dazu ist nicht einmal ein Tauchlehrer erforderlich, sondern diese ersten zwei Freigewässer-TG können von einem ÜL mit Gold durchgeführt werden.

z.B. DTSA* (alt Bronze )

Auch hier hat es wichtige Änderungen gegeben. 4 + 1 heißt die neue Formel. Aus ehemals sechs Prüfungs-TG sind nun nur noch vier erforderlich, bei gleicher Anzahl von Übungen Unterwasser. Der fünfte TG ist als Einstieg in erschwerte Bedingungen gedacht, so kann er z.B. als erster TG zum "Orientieren unter Wasser" gewertet werden.

z.B. DTSA**+*** ( alt Silber+Gold)

Neu bei Silber und Gold ist, dass es hier nur noch 5 statt früher 6 Übungs-TG mit Prüfungs-teilen nötig sind und der Taucher sich insgesamt 15 Monate Zeit lassen kann.

z.B. DTSA****

Nach etlichen Jahren Ruhe wurde das DTSA**** (Super-Gold) wieder auferweckt. Doch diesmal mit gänzlich anderem Inhalt. Wie auf der zweiten Seite schon kurz erwähnt, hat die Bundesausbildungsleitung des VDST hier den Vereinen die Möglichkeit gegeben, verdiente Goldtaucher, welche in der Ausbildung mithelfen und bei Management und Vereinsführung mitwirken, auszuzeichnen. Näheres erfährt man aus der DTSA-Ordnung oder bei mir.

TSC Dortmund e.V. 1959